Eine Revolution der Sterilisation: Eine bahnbrechende mobile vH2O2-Dekontaminationstechnologie
In unserer sich schnell verändernden Welt waren Sauberkeit und Hygiene noch nie so wichtig. Ob persönliche Schutzausrüstung, Bürobedarf, Sportausrüstung oder andere häufig verwendete Gegenstände, eine wirksame Sterilisation ist unerlässlich. Diesem Umstand trägt eine aktuelle Studie in „Scientific Reports“ Rechnung, die eine innovative Lösung untersucht: eine mobile Sterilisationsstation, die mit verdampftem Wasserstoffperoxid (vH2O2) und UV-C-Bestrahlung arbeitet. Im Artikel „The Novel Sterilization Device: The Prototype Testing“ von den polnischen Wissenschaftlern Robert Nowak, Paweł Wityk, Anna Wierzbicka-Woś, Waldemar Gos und Dorota Kostrzewa-Nowak wird diese Untersuchung beschrieben.
Warum vH2O2 und UV-C?
Herkömmliche Sterilisationsmethoden wie Autoklavieren, Ethylenoxid, Röntgen- und Gammastrahlung haben ihre Grenzen. Sie sind unter Umständen zeitaufwändig und teuer und können das zu sterilisierende Material schädigen. Die Kombination von vH2O2 und UV-C-Bestrahlung bietet demgegenüber mehrere wesentliche Vorteile:
• Sicherheit: Diese Methoden sind sowohl für die Benutzer*innen als auch für die zu sterilisierenden Objekte sicherer.
• Geschwindigkeit: Der Prozess ist schneller und ermöglicht häufigere und effizientere Sterilisationszyklen.
• Kosteneffizienz: Niedrigere Betriebskosten machen die Methode zu einer wirtschaftlichen Wahl.
• Weniger destruktiv: Im Gegensatz zu einigen anderen Methoden schädigen vH2O2 und UV-C die zu sterilisierenden Materialien nicht.
• Geringere Umweltbelastung: Diese Methoden produzieren keinen gefährlichen Abfall und sind daher umweltfreundlich.
Der Prototyp
Die Studie beschreibt die Entwicklung und Erprobung eines funktionierenden Prototypen einer mobilen Sterilisationsstation. Dieses Gerät umfasst einen Generator für trockenen H2O2-Dampf sowie ein System zur mikrobiologischen Überprüfung der Abtötung, wodurch die Wirksamkeit des Sterilisationsprozesses sichergestellt wird. Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen kondensierenden und trockenen Methoden in diesem Weißbuch zur Kondensation bei der vH2O2-Biodekontamination.
Optimierung und Erprobung
Um eine optimale Leistung zu gewährleisten, wurde für die Verwendung des Prototyps eine Feinabstimmung hinsichtlich Temperatur, Feuchte und Behandlungszeit vorgenommen. Mit der Vaisala HPP272 Sonde wurden Wasserstoffperoxiddampf (ppm), Temperatur und Feuchte (relative Feuchte und relative Sättigung) gemessen. Bei Bedarf kann die Sonde auch Werte für den Taupunkt und den Dampfdruck liefern. Die für die Erprobung zur Sterilisation gewählten Objekte reichten von gewöhnlichen Büroartikeln – wie Linealen, Geodreiecken, Füllern, Bleistiften und Schlüsseln – bis hin zu persönlicher Schutzausrüstung wie Masken und Helmen. Diese Gegenstände wurden ausgewählt, um die große Vielfalt an Objekten darzustellen, die in Alltagssituationen sterilisiert werden müssen.
Auf Nutzungsfreundlichkeit getestet
Einer der bemerkenswerten Aspekte dieser Studie ist die Einbeziehung von Nicht-Techniker*innen. Diese freiwilligen Teilnehmer*innen bedienten die mobile Sterilisationsstation und führten mehrere Sterilisationszyklen durch. Durch diesen Ansatz wurde sichergestellt, dass das Gerät benutzungsfreundlich und alltagstauglich ist. Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer*innen befragt und über 75 % waren der Meinung, dass die mobile Sterilisationslösung die Arbeitssicherheit in Bezug auf Krankheitserreger erhöht. Zudem war die Einheit für drei Monate bei einer staatlichen Feuerwehr im Einsatz. Dieser Teil der Studie ergab, dass die Wartung der Station einfach war und nicht zu Schäden am Gerät führte. Diese Benutzer*innen beurteilten den Sterilisationsprozess als effizient.
Überwachung und Kontrolle
Zur präzisen Kontrolle und Überwachung des Sterilisationsprozesses verwendete der Prototyp Vaisala Sonden der Serie HPP272 in Kombination mit der PC-Software Insight. Mit diesen Tools wurden wichtige Parameter gemessen, darunter der vH2O2-Wert in ppm (Teile pro Million), die relative Feuchte, die relative Sättigung und die Temperatur in der Arbeitskammer der Sterilisationsstation. Durch die Aufrechterhaltung optimaler Bedingungen gewährleistete das System eine wirksame und konsistente Sterilisation.
Schlussfolgerung
Die in dieser Studie beschriebenen Prototypentests stellen einen bedeutenden Fortschritt in der Sterilisationstechnologie dar. Durch die Kombination der Stärken von vH2O2 und UV-C-Bestrahlung stellt diese mobile Sterilisationsstation eine sichere, effiziente und umweltfreundliche Lösung für zahlreiche Anwendungen dar. Da Hygiene und Sicherheit für uns weiterhin oberste Priorität haben, werden Innovationen wie diese im Alltag eine entscheidende Rolle spielen.
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